Anotia Infant Ear oder Anotie

Hilfe durch multidisziplinäre Ärzte

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Conchal Crus

Wölbung des Außenohrs

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Das Anotia Infant Ear (auf Deutsch auch als Anotie bezeichnet) zeichnet sich durch das Fehlen des gesamten äußeren Teils des Ohres aus. Diese Ohrdeformität ist der schwerste Grad IV der Mikrotie-Ohrdeformität und kommt relativ selten vor (ein bis zwei Säuglinge bei 10.000 Geburten). Am häufigsten tritt sie auf einem Ohr auf, sie kommt aber auch beidseitig vor. Die meisten Anotie-Patienten verfügen zwar über Mittel- und Innenohrstrukturen, leiden aber häufig unter Schallleitungsschwerhörigkeit. Dabei haben Schallwellen Schwierigkeiten, das Ohr zu durchdringen und gehört zu werden. In der Regel ist das ein Zustand, der im Verlauf der Anotie-Behandlung verbessert werden kann.

Kann eine Anotie korrigiert werden?

Die Ursache der Anotie-Deformität ist nicht ganz klar, sie tritt in etwa 40% der Fälle in Verbindung mit angeborenen Erkrankungen auf wie z.B. Goldenhar- und Treacher-Collings-Syndrom und AMS. Auch äußere Störungen wie mütterlicher Diabetes, Drogenkonsum oder Fehlernährung (zu wenig Folsäure oder Kohlenhydrate) können zur Störung des normalen Ohrwachstums beitragen.

Leider kann diese schwere Deformität des Säuglingsohrs nicht mit dem EarWell®-Systems behandelt werden. Eine Behandlung wird durch ein multidisziplinäres Team von Fachärzten durchgeführt: Ein HNO-Arzt beurteilt das Hörvermögen und entwickelt den Behandlungsplan. Oft wird zur Unterstützung der Sprachentwicklung ein Sprachpathologe empfohlen. Ein plastischer Chirurg nimmt die Ohrmuschelrekonstruktion vor (zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr). Diese erfolgt in der Regel in mehreren Schritten bzw. Operationen.